Bildererwerb

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Utz Benkel findet seine Motive aus erster Hand. Er braucht kein formales  Vorbild. Jedes Original ist für ihn ein neuer Schritt auf dem Weg der  kreativen Entfaltung. Er ist ständig auf der Suche nach neuen  Ausdrucksmöglichkeiten.  Bei Utz Benkel bedeutet dies: Dahinterkommen, Freilegen, Weitertreiben,  Entschalen will er. Aus Neugier, innerer Notwendigkeit und logischer  Folge von Wachstum und Fortleben - und dieses in Bilder umsetzen.  Das Verhältnis zwischen der Frauenfigur und den anderen Gegenständen ist  von Zärtlichkeit geprägt. Diese Zärtlichkeit ist von besonderer Art.  Gegenstände und Frau bilden eine Gemeinschaft. Obwohl die  unterschiedlichen Figuren im Werk Utz Benkels so gelesen werden können,  ist mit dieser Art der Entschlüsselung nur die erste Bedeutungsebene  offengelegt. Darüberhinaus gibt es noch weitere Sinnschichten: Der  zentrale Bedeutungsträger im Werk Benkels ist nicht lediglich eine Figur  oder eine Figurengruppe, sondern die einzelnen Bestandteile vermitteln  einen Kontext, d.h. sie erzählen eine Geschichte.        Bilder von Utz Benkel sind Einladungen zu Spaziergängen mit den Augen.  Dabei vergisst der Betrachter schnell, dass er eine Fläche vor sich hat,  denn die Herausarbeitung der plastischen Qualitäten der Dinge und ihre  Einsetzung in den perspektivisch geordneten Raum sind zwei wesentliche  gestalterische Mittel, die er anwendet, um seine Phantasiewelt zu  inszenieren. In seinen Bildern werden die Gegenstände beschrieben, in  einer hartnäckigen, nachdrücklichen Form, die es dem Künstler manchmal  schwer macht, über den Einzelheiten nicht das Ganze aus den Augen zu  verlieren. Er gibt sich stets erst dann zufrieden, wenn er jedem  Element, jeder Facette und jedem Splitter die angemessene Form und die  im Zusammenhang zugedachte Farbnuance gegeben hat. Angemessen erscheint  ihm die Form, wenn sie soweit durchgearbeitet ist, dass sie  verständlich, plastisch und „begreifbar“ hervortritt und nicht im  Ungefähren verschwimmt.  Bilder bedeuten sicher nicht „das Leben“, aber sie stehen doch in der  Mitte unseres Lebens, das wir in dieser Zeit, weniger sicher als tastend  verbringen. Um es auszuhalten, sind wir darauf angewiesen, uns  wenigstens zeitweilig Phantasien - auseinanderfließenden Bildern und  ausufernden Grübeleien zu überlassen, darauf vertrauend, dass wir uns  dabei immer wieder selbst an die Hand nehmen und einen Zustand der  Ausgeglichenheit und des Friedens erreichen können.  Der Weg dazu sind die verborgenen Bilder, die etwas anderes sind als die  Scherben ständig wechselnder Buntheit, die wir tagtäglich in unseren  Köpfen zusammenfegen müssen. So scheint es auch einem Künstler wie Utz  Benkel zu ergehen. Wenn er aber auf die Umrisse und Formen seiner  eigentlichen Vorstellungen stößt, findet er seine Harmonien. Seine  Sujets sind von emotionaler, spiritueller, lyrischer, manchmal sogar  ganz alltäglicher Natur. Ihm gefallen die Farben, Formen und Linien. Er  genießt es, mit ihnen auf dem Papier zu spielen, und zu sehen, wie ein  Bild lebendig wird. Durch harte Arbeit hat er gelernt, dass sowohl  Selbstdisziplin als auch kreatives Denken die Schlüssel zur Originalität  in der Kunst sind. Das Zusammenführen von Denken und Malen ist für Utz  Benkel so natürlich wie Atmen. Auch seine strengsten Bilder sind nicht  errechnet und kalkuliert, sondern in ihrer Gesetzmäßigkeit und  Ausgewogenheit instinktiv erreicht und organisch empfunden. Malen ist  die immer fortschreitende Entwicklung und die abenteuerliche Entdeckung  seiner eigenen Utopia. Wer die Welt und sich selbst offen betrachtet,  befindet sich im Zustand der Kontemplation; wer auch die Pforten des  Unterbewusstseins öffnet, gelangt in den Zustand der Meditation, wer  sich darüber hinaus der Gestaltung hingibt - ob mit Farben, Tönen oder  Worten - gelangt in die Welt des künstlerischen Ausdrucks.  Dieser Ausdruck, der sich im Werk Utz Benkels widerspiegelt, ist in  höchstem Maße seelisch befriedigend, weil die Lebensenergie ungebremst  und frei fließen kann.

Peter Glotz