Das Kalenderprojekt "Die Wilden 13"

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Im Grunde genommen begann dieses Kalenderprojekt ganz harmlos: Mit einem Telefongespräch zwischen mir und meinem Drucker Eugen Reitberger aus Niederalteich in Niederbayern im Herbst 2011.

Wir plauderten über Dieses und Jenes; ich fragte ihn wie die Auftragslage sei und er erzählte mir, dass er gerade einen Kalender, einem Blatt A4, beidseitig schwarze/rot bedruckt für die Freiwillige Feuerwehr Niederaltaich drucke. Auf der Vorderseite 6 Monate und auf der Rückseite 6 Monate - an jedem Tag ist ein Heiliger vermerkt. Ich schlug ihm (spaßeshalber) vor, doch mal einen solchen Kalender mit lauter Revolutionären zu machen. Daraufhin lachte er herzhaft und meinte, dass das in Niederbayern unmöglich sei. Aber schon in diesem Moment hatte ich die Idee im Kopf. Natürlich nicht als ein A4 Blatt, sondern als A3 Kalender mit 13 Blättern, einem Titelblatt und dann 12 Monatsblättern mit Porträts von Revolutionären und Revolutionärinnen aus aller Welt und aus allen Jahrhunderten. 


Die konnte und wollte ich nicht alleine bestücken, sondern sie sollten von verschiedenen Künstler sein. Deshalb stellte ich mein Künstlerfreunden diese Idee vor und fragte sie, ob sie sich daran beteiligen würden. So beteiligten sich an diesem Kalendererstling für das Jahr 2013, der im Herbst 2012 gedruckt wurde neben mir acht KünstlerInnen.

Was von der Grundidee (des Feuerwehrkalenders aus Niederalteich) geblieben ist, ist das Kalendarium (nicht mit Heiligen, sondern) mit den Geburts- und Sterbedaten von Revolutionären und Revolutionärinnen (siehe links) das rechts neben dem künstlerischen Porträt abgedruckt ist. Also 365 Revolutionären und Revolutionärinnen sind im Kalender aufgeführt. Diese Idee ist bis heute geblieben, heute sind es Musiker und Musikerinnen.

Der Titel „Die Wilden 13“ der Kalenderreihe stammt von meinem Freund, Leo Hiemer - eine spontane Idee, als ich ihm davon erzählte.

Von den Revolutionären und Revolutionärinnen gab nur diesen einen Jahrgang; 2014 folgten konsequenterweise „Starke Frauen“, 2016 nochmals „Starken Frauen", 2017 „Starke Frauen“ und „Männer“ und seit 2018 bis heute "Musiker und Musikerinnen".